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Making Of Bild vom Shooting

Portrait mit einem drahtlosen Blitz

Hallo Fotofreunde,

in diesem Beitrag möchte ich mal auf den Einsatz von Blitzgeräten eingehen. Viele Leute schauen verdutzt wenn ich am hellen Tag mit einem Blitz um die Ecke komme. Sie denken, es ist doch hell genug, warum jetzt einen Blitz benutzen. Das möchte ich hier mal erklären und zeigen wie ich den Blitz einsetze.

Es stimmt natürlich, am Tag ist meistens genug Licht vorhanden. Man könnte auch mit dem Licht arbeiten. Aber ich arbeite gerne mit Gegenlicht bei meinen Bildern. Dann hat man das Problem, dass die Kameras nur einen begrenzten Dynamikumfang haben. Das bedeutet, dass sie nicht gleichzeitig helle und dunkle Stellen im Bild optimal wiedergeben. Da gibt ist das berühmte Beispiel, welches ich auch in meinen Kursen nenne: Stell dir eine Person vor einem Fenster vor, draußen ist es Taghell. Wenn wir jetzt ein Foto machen ist entweder die Person zu dunkel und das Fenster richtig belichtet. Oder die Person ist richtig belichtet und das Fenster ist viel zu hell. Man könnte dieses Problem natürlich mit Software lösen. Ich verwende z.B. Lightroom, dort kann man problemlos 3 Stufen unter- bzw. überbelichten. Doch ich möchte hier nun auf die Lösung mit einem drahtlosen Blitz erläutern.

Speziell möchte ich hier auf ein Bild eingehen, was ich bei tiefstehender Sonne am Abend aufgenommen habe. Ich habe das Model ungefähr mit dem Rücken zur Sonne gestellt. Somit schimmert die Sonne in den Haaren und auf der Haut. Das ist es was ich so gut finde. Die Bilder die ich hier zeige sind übrigens unbearbeitet, es sind einfach die JPG Dateien aus der Kamera. So kann man es am besten nachvollziehen.

Zuerst stelle ich die Belichtung korrekt auf den Hintergund ein. In diesem Fall habe ich nicht so viel Himmel mit in das Bild genommen. Deshalb konnte ich den unteren Teil des Bildes etwas heller belichten, ohne das der Himmel ausgefressen ausssieht. In diesem Fall habe ich folgende Einstellungen gewählt: Blende 3.2, Belichtungszeit 1/200 Sek. und ISO 100. Wie man auf dem Bild sieht ist der Hintergund optimal belichtet, das model allerdings zu dunkel.

Belichtung auf Hindergrund einstellen

Belichtung auf Hintergrund einstellen. Daten: f/3.2, 1/200 Sek. ISO 100

Jetzt kommt der Blitz zum Einsatz. Ich habe dafür ein Stativ benutzt mit einer Softbox (Link). Der Blitz ist ein Yongnuo YN-560 II (Link) und wird durch einen Funkauslöser ausgelöst (Link). Die Softbox ist 60 x 60 cm groß und bringt ein weicheres Licht. Man kann es im Prinzip auch ohne Softbox machen, aber dann hat man so ein hartes Licht mit harten Schatten, das wollte ich hier nicht.

Bild mit Blitz und Softbox

Bild mit Einsatz des Blitzes und einer Softbox. Daten: f/3.2, 1/200 Sek. ISO 100

Auf dem Bild kann man jetzt erkennen, dass auch das Model optimal ausgeleuchtet ist. Also Hintergund und Model haben eine richtige Belichtung. Ich hatte den Blitz auf 1/4 der Leistung eingestellt. Den Wert hatte ich aus dem Bauch geschätzt und es passte sofort. Es kann aber durchaus sein, dass man nochmal nachregeln muss. Der Blitz kam aus meiner Sicht gesehen von leicht schräg, links vorne aus ca. 2 m höhe. Die Einstellungen an der Kamera waren die gleichen wie vorher eingestellt. Auf dem Making-Of Bild sieht man den Aufbau. Danke nochmal an Lisa für das Foto.

Making Of Bild vom Shooting

Hier sieht man die Richtung des Blitzes.

Ich hoffe euch hat dieser Beitrag gefallen. Ich würde mich freuen wenn ihr es teilt und mir Feedback gebt. Wenn ihr Fragen oder Anregungen habt schreibt es einfach in die Kommentare.

Bis bald
Nils